Holländische Strassenorgel „De Ganzestad“

35 Tonstufen, 2 geschaltete Register (Violin und Bourdon), System Limonaire

Gebaut vor 1970, Baujahr unbekannt. Die Frühgeschichte ist nicht gesichert.

Gebaut wurde die Orgel wohl von Theo Heesbeen in Tilburg, Südholland, laut Auskunft seines Sohnes Toon Heesbeen. Die Orgel stand zu Beginn in der Stadt Goes, Zeeland, Südholland. De Ganzestad (Gänsestadt) sei ein Übernahme der Stadt Goes, weil dort im November ein Gänseumzug durch die Stadt durchgeführt werde. Dies gemäss Aussagen von Einwohnern von Goes.

Mehr oder weniger gesichert ist, dass die Orgel 1970 von der Firma Heesbeen in Tilburg erstmals restauriert wurde. Sie blieb einige Jahre in deren Besitz.

Später wurde die Orgel nach Middlesborough in Mittelengland verkauft, wo sie während etwa sechs Jahren zu vielen Dampfmaschinentreffen und anderen Shows aufspielte.

1989 wurde die Orgel in England von neuem überholt. Der Blasebalg wurde repariert, zugleich wurde das Bassregister und kleine Figuren eingebaut.

Anfang 1996 kam die Orgel in die Schweiz und ging im März 1997 in den Besitz von H.J. Surber’s Drehorgelverleih in Waldhäusern über.

Ab 2010 stand die Orgel in Surber’s Museum für Musikautomaten in Keszthely am Plattensee, Ungarn. Ab Juni 2022 im neuen Museum „Surbi’s incredible music machines“ in Gyenesdiás.

2016 wurden drei neue, grössere Figuren, sowie eine Pauke eingebaut.

Zur Orgel gehören 65 Notenbücher mit vorwiegend deutschen und holländischen Melodien.